Eine Woche ohne Bargeld: Das Experiment Leben, reisen, arbeiten

 Berlin, 26.01.2016: Die Digitalisierung des Alltags schreitet in großem Tempo voran – eine Entwicklung, die auch unsere Bezahlpraxis verändert hat: E-Payment ist seit Jahren im Aufschwung, elektronisch basierte Zahlungstransaktionen nehmen mehr und mehr zu. In einigen nordeuropäischen Nationen wird das tägliche Leben bereits weitestgehend bargeldlos bestritten. Doch wie ist der hiesige Status Quo? Wie einfach ist es in Deutschland, ohne Bargeld auszukommen? Eine Frage, der sich Franz-Reinhard Habbel nun stellte. Vom 15. bis 21. Januar verzichtete der Pressesprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebund gänzlich auf den Einsatz von Scheinen und Münzen. In seinem Portemonnaie: Ausschließlich bargeldlose Bezahlverfahren. Als Projektpartner fungierte die Initiative Deutsche Zahlungssysteme.

 

Sieben Tage in Folge leben, reisen, arbeiten – komplett ohne Bargeld. Eine Herausforderung? Oder ein Selbstläufer? Für „Eine Woche ohne Bargeld: Das Experiment“ dokumentierte und reflektierte Franz-Reinhard Habbel seinen Alltag ohne Bares in einem Online-Tagebuch. Vorranging, und wo immer möglich, setzte er die Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft ein.

„Obwohl es zunächst ein ungewohntes Gefühl war, keine Münzen und Scheine mehr bei mir zu tragen, habe ich das Bargeld in den sieben Tagen nicht vermisst. Hier und da habe ich Rückfragen gestellt oder nachgehakt, ob und welche Art der kartenbasierten Bezahlung möglich ist. Verändern musste ich meinen Alltag jedoch nicht. Für mich ist E-Payment zeitgemäß. Der Vorgang ist schnell und unkompliziert. Insbesondere die Einsatzmöglichkeiten der girocard und ihrer vielfältigen Funktionen in der Kommune haben mich überzeugt – nicht nur im Bürgeramt, sondern auch für den Einsatz in studentischem Wohnungsbau oder der Schulverpflegung“, resümiert Franz-Reinhard Habbel seine Erfahrungen.

Aufklärung und Information als Wegbereiter modernen Bezahlens

Obgleich ein Verzicht auf Bargeld also keine maßgebliche Einschränkung mit sich bringt – Optimierungspotenziale sind dennoch vorhanden. So scheint nicht jede mit der Abwicklung von Zahlungen betraute Person gleichermaßen geübt im Umgang mit elektronischen Bezahlverfahren; Kleinsthändler oder vereinzelt auch das Personal am Point of Sale zeigten Zurückhaltung oder Unsicherheiten. Faktoren, denen die Initiative Deutsche Zahlungssysteme gegenwirkt: „Unser Verein beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Bezahlen in Deutschland. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen, zu denen etwa Netzbetreiber oder Terminalhersteller gehören, widmen wir uns der Informations- und Aufklärungsarbeit rund um das Bezahlen mit den Verfahren der Deutschen Kreditwirtschaft. Ziel und Anspruch unserer Aktivitäten ist es, der Gesellschaft die Vorteile digitaler Bezahlung weiter zu eröffnen – um die Sicherheit und Verlässlichkeit elektronischer Zahlung aufzuzeigen und den Weg zu bereiten für eine innovative Bezahllandschaft in Deutschland“, kommentiert Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, das Experiment.

 

Der Praxis-Check bewies: Ein Alltag ohne Bargeld ist auch hierzulande möglich. Die Vorteile von digitaler Bezahlung sind schon heute in den Köpfen vieler Verbraucher, Händler und öffentlichen Institutionen angekommen – nicht zuletzt dank einfacher und sicherer Bezahlverfahren wie dem der girocard. Die Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte, hat sich fest im Zahlungsportfolio etabliert und ist mit über 100 Millionen Exemplaren in den Geldbörsen fast aller Bürger in Deutschland zu finden.

Franz-Reinhard Habbels Alltag ohne Bargeld wird auch auf dem Parlamentarischen Abend der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zu „Bezahlen in Deutschland – Innovationsbereitschaft vs. Macht der Gewohnheit“ am 17. März in Berlin Thema sein. Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.Initiative-DZ.de.

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