Sechster Tag

Gerade hat der sechste bargeldlose Tag für mich begonnen. Das Bargeld vermisse ich immer weniger. Von der girocard gibt es mehr als 100 Millionen. Eine davon setze ich ein.  Für die Fahrt in die Innenstadt nutze ich den ÖPNV. Die S-Bahn fährt pünktlich. An der Station Lichterfelde Ost aktiviere ich bei  der Touch & Travel App den Startbutton. Erzeugt wird ein elektronischer Fahrausweis mit einem QR-Code auf meinem Smartphone. Am Brandenburg Tor starte ich erneut die App und beende die Fahrt. Der Preis von 2,70 Euro wird angezeigt. Am Monatsende werden die Gesamtkosten automatisch vom Girokonto abgebucht. Das Verfahren ist sehr praktisch, ich muss keine Fahrkarten kaufen, brauche dafür weder Münzen noch Scheine oder Karten. Sollte ich die Abmeldung vergessen, kommt später eine Erinnerung. Dann hat sich allerdings leider der Fahrpreis erhöht, da das System von einer längeren Fahrt ausgeht. Notwendig ist immer ein An- und Abmelden.  Auch die zweite Fahrt vom Brandenburger Tor zum Hauptbahnhof mache ich über Touch & Travel. Im Foyer des Steigenberger-Hotels am Hbf treffe ich einen Gesprächspartner. Die Rechnung für den Tee bezahle ich mit der American Express. Diesmal muss ich den Beleg unterschreiben. Auch hier frage ich den Kellner nach dem Einsatz der PIN. Er antwortet: „Nur in zehn Prozent der Fälle verlangt das Terminal nach der PIN. In 90 Prozent der Fälle muss der Gast unterschreiben“.

Diese Dounts zahle ich ich berührungslos mit der girogo. (Foto: Habbel)
Diese Dounts zahle ich ich berührungslos mit der girogo. (Foto: Habbel)

Zum Mittagessen bin ich eingeladen. Die Fahrt ins Büro erfolgt wieder mit der S-Bahn und einer elektronischen Fahrkarte. Schnell kaufe ich vor der Abfahrt bei Dunkin‘ Donuts mit via girogo sechs Donuts ein für die Mitarbeiterinnen im Büro. Für die Verkäuferin ist  der Einsatz der berührungslosen Karte neu. Das Verfahren kennt sie nicht, sie findet es aber cool. Meine Mitarbeiterinnen staunen, ob der mitgebrachten Donuts.

Linienbus girogo zeigt vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Mit dem Auto fahre ich nach Potsdam. Dort steht der girogo-Bus vor der Sparkassenakademie. In dem Bus findet sich alles rund um das Thema girogo. Eine sehr engagierte Projektleiterin erklärt mit alle Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten. Eine tolle Idee, dieser Bus. Dazu morgen mehr. Zum Schluss gibt es wieder einen kurzen Restaurantbesuch. Die Zahlung erfolgt wieder mit der girocard, die ich am meisten in den letzten Tagen genutzt habe. Kreditkarten nimmt das Restaurant in Lichterfelde-West nicht. Wieder erfahre ich von der Kellnerin Interessantes. Sie macht die Erfahrung, dass im Laufe des Monats die Zahlungsvorgänge mit der girocard zunehmen. Am Monatsanfang ist der Umsatz mit der Karte noch verhalten, er steigt dann stetig an. Auf die Rechnung schlage ich das Trinkgeld auf, den Gesamtbetrag zahle ich mit der Karte und sie gibt dem Restaurantbesitzer bei der Abrechnung den ursprünglichen Rechnungsbetrag. So erhält sie ihr Trinkgeld.

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Sechster Tag

  1. Hallo, Herr Habbel, habe bisher – ab Ihrem Start – Ihre „Tagesberichte“ gelesen, bargeldlos in der Republik unterwegs zu sein. Sehr interessante Hinweise über die verschiedene Zahlungsmittel. Wusste gar nicht, dass so viele verschiedene Möglichkeiten schon gegeben sind. Ich kenne bisher nur die EC-Karte und die Kreditkarte über die ich meine Einkäufe abwickle.
    Das wird ganz sicher die Zukunft sein, alles mit „Plastik“ zu bezahlen. Dann muss ich mir dann aber doch noch ein Smartphone zulegen. Aber, wo viele dieser Karten unterwegs sind, wird sich auch das kriminelle Potential erhöhen. Wie sicher sind die einzelnen Karten? Da bin ich noch ein wenig zauderlich, noch mehr Karten einzusetzen. Aber, bisher haben Sie sich klasse durch die Tage „geschlagen“.

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