Fünfter Tag

Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Sheraton Esplanade Hotel in Berlin. Verabredet bin ich mit einem Verleger. Da ich kein Zimmer im Hotel gebucht habe, bezahle ich das Frühstück am Eingang zum Restaurant. Der Kellner kennt die girocard nicht und holt seine Chefin, sie organisiert den Zahlungsvorgang.  Im Hotel beginnt heute die zweitägige OMNISECURE Konferenz. Dabei geht es auch um kartenbasierte Dienste. Ich spreche bei meinem Vortrag zwar über die Rolle des IT-Planungsrates, nutze aber die Gelegenheit, an dieser Stelle meine bargeldlose Woche vorzustellen. Die Teilnehmer finden das sehr interessant.  Kurz nach Mittag führe ich ein weiteres Gespräch in der Hotellobby. Den Kaffee übernehme ich und gebe beim Bezahlen der Bedienung die girocard und die Visa Card. Ich sage: „Sie können sich eine Karte aussuchen.“ Sie nimmt spontan die girocard und rechnet ab. Ich bestätige mit der PIN Nummer. Das Trinkgeld habe ich vergessen. Sie sagt, das hätte ich vorher sagen müssen, jetzt müsste ein neuer Buchungsvorgang durchgeführt werden.  Also lasse ich es. Die Parkgebühren für das Hotel zahle ich anschließend an der Rezeption mit der Kreditkarte.

Buchhandlung: Kein Einfluss auf Lastschriftverfahren oder PIN (Foto. Habbel)
Buchhandlung: Kein Einfluss auf Lastschriftverfahren oder PIN (Foto. Habbel)

Ein neues Buch steht an. In der Buchhandlung Hugendubel frage ich an der Kasse, ob ich mit der girocard mittels PIN bezahlen kann. Ich möchte kein Lastschriftverfahren.  „Leider habe ich hierauf keinen Einfluss“ sagt die Verkäuferin. Nach dem Einstecken der Karte definiert das Terminal eigenständig, ob ein Lastschriftverfahren oder eine PIN verlangt wird. Mal so mal so, die Kriterien dafür sind ihr nicht bekannt. Das möchte ich diesmal aber nicht und verzichte daher auf den Kauf.

Endlich kann ich wieder die Geldkarte einsetzen

In der U-Bahn Station Schlossstraße hole ich mit der Geldkarte am Automaten zwei S-Bahnkarten von der BVG. Blitzschnell läuft der Prozess ab, da ich keine PIN Nummer eingeben muss. Im Display wird mein Bestand auf der Geldkarte angezeigt. Auch so habe ich eine gute Kontrolle über den Betrag, den ich gerade abbuchen lasse.

Foto: Habbel
Foto: Habbel

Es ist nicht so einfach, mit der Geldkarte Geld auszugeben. Ein zweiter Versuch im Body Shop, mit der girogo bzw. Geldkarte zu bezahlen, scheitert wie in Osnabrück ebenfalls. Man sagt mir, die Abrechnungstechnologie sei veraltet, auf das neue System habe man noch nicht umgestellt, also versuche ich es mit der girocard. Das funktioniert. Im Gegensatz zum Body Shop in Osnabrück wird hier auch ein Betrag von 6,60 € akzeptiert. Vielleicht ist es der Großstadtbonus.

Wieder gibt es den Nachmittagstee bei Starbucks. Hier habe ich mit der bargeldlosen Zahlung schon Routine. Berührungslos zahle ich mit der MasterCard. Ich halte sie an das Gerät, und in Sekunden ist der Buchungsvorgang erledigt. Ein sehr praktisches Verfahren. Leider wird hier nicht die girogo als berührungsloses Verfahren eingesetzt. Den Parkvorgang für meinen Wagen wickle ich wieder über EasyPark ab. Der Betrag wird von meinem Girokonto abgebucht. Das Verfahren ist sehr attraktiv. Mit dem Smartphone buche ich mich ein und lege die Parkzeit fest. 15 Minuten vor Ablauf der Parkzeit erhalte ich eine SMS. Jederzeit kann ich von unterwegs die Parkzeit verlängern. Das mache ich auch jetzt. Seit dem ich das Verfahren einsetze, bekomme ich keine Knöllchen mehr.

Einkaufen mit der Edeka-App

In meinem Bezirk Berlin-Steglitz kann ich bei Reichelt mit der Edeka-App bezahlen. Kurz vor der Kasse starte ich die App. Gebe ein vierstellige PIN ein und erhalte mit dem Zufallsgenerator eine vierstellige Zahl. Diese vierstellige Zahl zeige ich auf dem Smartphone der Kassiererin. Nach dem sie die Produkte gescannt hat, gibt sie die Nummer in das Kassensystem. Damit ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. Sekunden später erhalte ich eine Mail, in der alle bezahlten Produkte aufgelistet sind. Es ist eine Art Kassenbon. Abgebucht wird der Betrag über mein Girokonto.

 

 

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