Das Experiment

In Partnerschaft mit
In Kooperation mit Franz-Reinhard Habbel

Eine Woche lebte, arbeitete und reiste ich ohne Bargeld. Einkäufe, Reisen und sonstige Ausgaben zahlte ich ausschließlich bargeldlos. Meine Erfahrungen die ich dabei machte, teilte ich in diesem Blog täglich in einem Tagebuchartikel mit.

Lesen Sie die Zeit vom 15. bis 22. Januar 2016

Sie haben gerade gesendet: 0,02608393 BTC

Foto: Habbel
Foto: Habbel

„Sie haben gerade gesendet: 0,02608393 BTC“. Eine Mail mit diesem Text bekam ich wenige Sekunden nach meinem ersten Zahlungsvorgang mit Bitcoins.

Das Lokal Room 77 befindet sich im Bitcoin-Kiez in Berlin-Kreuzberg. Der Keller kam mit einem Smartphone zu mir und zeigte mir einen QR-Code. Diesen Code habe ich mit meinem Smartphone gescannt und durch einen weiteren Klick die Transaktion ausgelöst. Meine Bitcoins wurden direkt dem Lokalbetreiber elektronisch zugeschrieben. Der Kellner konnte auf seinem Smartphone den Zahlungseingang einsehen. Das war mein erster Zahlungsvorgang mit einer virtuellen Währung. Im Lokal wurde auf einem Display der Kurs eines Bitcoins angezeigt. Er liegt derzeit bei 345,03 Euro. Schon Tage vorher hatte ich mir ein eigenes Bitcoin Konto und auf dem iPhone ein Bitcoin-Wallet eingerichtet und vom Girokonto einen Betrag überwiesen. Für die Kontoeinrichtung war eine zwei-Wege-Authentifizierung notwendig u.a. über Videoident mit dem neuen Personalausweis. Der Prozess klappte reibungslos.

Gut 20 Läden und Cafés verzeichnet der Bitcoin Kietz in Berlin. „Mindestens ein Kunde täglich zahlt mit virtueller Währung“, sagte mir der Kellner im Room 77.

Bitcoin  ist ein weltweit verfügbares dezentrales Zahlungssystem und der Name einer digitalen Geldeinheit.[5][6] Überweisungen werden von einem Zusammenschluss von Rechnern über das Internet mithilfe einer speziellen Peer-to-Peer-Anwendung abgewickelt, so dass dabei keine zentrale Abwicklungsstelle – wie im herkömmlichen Bankverkehr – benötigt wird. Die Guthaben der Teilnehmer werden in persönlichen digitalen Brieftaschen gespeichert.[7] Der Marktwert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.[8]

Einen interessanten Artikel mit dem Titel „Das Geld der Zukunft“ in der FAZ findet sich hier.

Eine Woche ohne Bargeld: Das Experiment Leben, reisen, arbeiten

 Berlin, 26.01.2016: Die Digitalisierung des Alltags schreitet in großem Tempo voran – eine Entwicklung, die auch unsere Bezahlpraxis verändert hat: E-Payment ist seit Jahren im Aufschwung, elektronisch basierte Zahlungstransaktionen nehmen mehr und mehr zu. In einigen nordeuropäischen Nationen wird das tägliche Leben bereits weitestgehend bargeldlos bestritten. Doch wie ist der hiesige Status Quo? Wie einfach ist es in Deutschland, ohne Bargeld auszukommen? Eine Frage, der sich Franz-Reinhard Habbel nun stellte. Vom 15. bis 21. Januar verzichtete der Pressesprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebund gänzlich auf den Einsatz von Scheinen und Münzen. In seinem Portemonnaie: Ausschließlich bargeldlose Bezahlverfahren. Als Projektpartner fungierte die Initiative Deutsche Zahlungssysteme.

 

Sieben Tage in Folge leben, reisen, arbeiten – komplett ohne Bargeld. Eine Herausforderung? Oder ein Selbstläufer? Für „Eine Woche ohne Bargeld: Das Experiment“ dokumentierte und reflektierte Franz-Reinhard Habbel seinen Alltag ohne Bares in einem Online-Tagebuch. Vorranging, und wo immer möglich, setzte er die Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft ein.

„Obwohl es zunächst ein ungewohntes Gefühl war, keine Münzen und Scheine mehr bei mir zu tragen, habe ich das Bargeld in den sieben Tagen nicht vermisst. Hier und da habe ich Rückfragen gestellt oder nachgehakt, ob und welche Art der kartenbasierten Bezahlung möglich ist. Verändern musste ich meinen Alltag jedoch nicht. Für mich ist E-Payment zeitgemäß. Der Vorgang ist schnell und unkompliziert. Insbesondere die Einsatzmöglichkeiten der girocard und ihrer vielfältigen Funktionen in der Kommune haben mich überzeugt – nicht nur im Bürgeramt, sondern auch für den Einsatz in studentischem Wohnungsbau oder der Schulverpflegung“, resümiert Franz-Reinhard Habbel seine Erfahrungen.

Aufklärung und Information als Wegbereiter modernen Bezahlens

Obgleich ein Verzicht auf Bargeld also keine maßgebliche Einschränkung mit sich bringt – Optimierungspotenziale sind dennoch vorhanden. So scheint nicht jede mit der Abwicklung von Zahlungen betraute Person gleichermaßen geübt im Umgang mit elektronischen Bezahlverfahren; Kleinsthändler oder vereinzelt auch das Personal am Point of Sale zeigten Zurückhaltung oder Unsicherheiten. Faktoren, denen die Initiative Deutsche Zahlungssysteme gegenwirkt: „Unser Verein beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Bezahlen in Deutschland. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen, zu denen etwa Netzbetreiber oder Terminalhersteller gehören, widmen wir uns der Informations- und Aufklärungsarbeit rund um das Bezahlen mit den Verfahren der Deutschen Kreditwirtschaft. Ziel und Anspruch unserer Aktivitäten ist es, der Gesellschaft die Vorteile digitaler Bezahlung weiter zu eröffnen – um die Sicherheit und Verlässlichkeit elektronischer Zahlung aufzuzeigen und den Weg zu bereiten für eine innovative Bezahllandschaft in Deutschland“, kommentiert Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, das Experiment.

 

Der Praxis-Check bewies: Ein Alltag ohne Bargeld ist auch hierzulande möglich. Die Vorteile von digitaler Bezahlung sind schon heute in den Köpfen vieler Verbraucher, Händler und öffentlichen Institutionen angekommen – nicht zuletzt dank einfacher und sicherer Bezahlverfahren wie dem der girocard. Die Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte, hat sich fest im Zahlungsportfolio etabliert und ist mit über 100 Millionen Exemplaren in den Geldbörsen fast aller Bürger in Deutschland zu finden.

Franz-Reinhard Habbels Alltag ohne Bargeld wird auch auf dem Parlamentarischen Abend der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zu „Bezahlen in Deutschland – Innovationsbereitschaft vs. Macht der Gewohnheit“ am 17. März in Berlin Thema sein. Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.Initiative-DZ.de.

Eine Woche bargeldlos – das Fazit in zehn Punkten

Foto: JT https://flic.kr/p/bWJQhC
Bild:  “ Euro Note Currency“ von JT. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Münzen und Scheine habe ich während der bargeldlosen Woche nicht vermisst, obwohl es das Papiergeld schon seit dem 16. Jahrhundert gibt. Mit einer gewissen Erleichterung bin ich durch die Woche gekommen, so brauchte ich auf mein Portemonnaie nicht zu achten. Ich hatte keins dabei. Meine Erfahrungen beim bargeldlosen Zahlen in dieser Woche sind positiv, trotz notwendiger Serviceverbesserungen, insbesondere im Handel. An der einen oder anderen Stelle war ich sogar überrascht, wie einfach und schnell Zahlungen elektronisch abgewickelt werden können. Ich sehe viel Potenzial im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Zwar werden nach Aussagen der Bundesbank noch 79 Prozent der Transaktionen per Münzen und Scheine getätigt, das wird sich in den nächsten Jahren aber vermutlich ändern.

Wie sieht mein Fazit aus? Ich fasse es in zehn Punkten zusammen:

  1. Die girocard hat überragende Bedeutung beim bargeldlosen Zahlen. Sie ist meine Premium Card. Überall kann ich sie einsetzen. Im Bürgeramt Zehlendorf an allen Sachbearbeiterplätzen.
  2. Im einen oder anderen Fall wird allerdings ein Mindestbeitrag von fünf oder zehn Euro verlangt. Das ist ein Manko, im Alltagsleben gibt es viele Bereiche, wo kleine Beträge anfallen. Es ist schwierig, ein Croissant für 0,35 Euro beim Bäcker zu kaufen. Im Ausland konnte ich Beträge mit der Maestro von 2,50 Euro problemlos bezahlen. Ein echter Vorteil. Das wünsche ich mir auch in Deutschland.
  3. Das kontaktlose Zahlen mit girogo im Bereich der Kleinstbeträge ist außerordentlich attraktiv. Es gibt aber viel zu wenig Möglichkeiten mit girogo zu zahlen. Auch ist diese Zahlungsart bei den Händlern so gut wie unbekannt.
  4. Die ideale Karte ist eine girocard mit kontaktloser NFC-Zahlfunktion. Leider gibt meine Hausbank eine solche Karte nicht heraus. In einer solchen Karte sehe ich die Zukunft. Kontaktloses Zahlen für Beträge unter 25 Euro geht schnell und ist unkompliziert.
  5. Das auch Kleinstbeträge unter zwei Euro mit einer Kreditkarte abgerechnet werden können, zeigt mir in Deutschland eine amerikanische Café Kette. Seit Monaten nutze ich dort Kreditkarten für Beträge von beispielsweise 1,85 Euro, sowohl mit PIN-Eingabe als auch kontaktlos. Das finde ich äußerst praktisch.
  6. Die Geldkarte ist weitgehend unbekannt. In einem Blumengeschäft wurde mir gesagt, ich sei seit elf Jahren der erste Kunde, der mit einer solchen Karte zahlen möchte. Bedauerlich ist es, dass ich damit keine Briefmarken am Automaten mehr bezahlen kann. Damit war eine Cent genaue Abrechnung möglich.
  7. Mit der Geldkarte Fahrscheine am Fahrkartenautomaten der BVG in Berlin zu bezahlen,  war ein echtes Highlight. Ein schneller und unkomplizierter Vorgang.
  8. Unverständlich ist, dass die Deutsche Bahn in ihren Zügen die girocard nicht akzeptiert. Auch für Kleinbeträge wird dort die Kreditkarte angenommen. Warum nicht auch der Einsatz einer girocard?
  9. Große Chancen sehe ich im berührungslosen Zahlen mit NFC-Funktion. Hierin liegt die Zukunft.
  10. Um bedürftigen Menschen spontan Geld zu geben, beziehungsweise in einer Kirche zu spenden, fehlt mir in einer bargeldlosen Welt eine Lösung. Darüber müssen wir nachdenken.

Das bargeldlose Zahlen ist auf dem Vormarsch

Das kontaktlose Zahlen mit der NFC-Technik ist für Kleinstbeträge der richtige Ansatz. Die deutsche Kreditwirtschaft sollte insbesondere dem Smartphone mehr Beachtung schenken. Vielleicht heißt es künftig anstatt girocard „girosmart“. Immer mehr Zahlungsströme werden künftig über das Smartphone oder eine Smartwatch abgewickelt, später vielleicht einmal sogar über einen Smartring. Das Smartphone wird zur Fernbedienung der Welt und übernimmt damit auch Funktionen einer Bank. Das Finanzgewerbe steht vor einem radikalen Umbruch. Die Veränderungen sind Teil des digitalen Wandels, der bis in die Fundamente von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat wirken wird. Diese Entwicklungen werden schneller gehen, als wir es uns vorstellen. Deutschland muss hier schneller werden. Alle großen Internetkonzerne arbeiten an neuen Lösungen in der Finanzwirtschaft. Mobile Payment heißt das Zauberwort. In Afrika besitzen Millionen Menschen ein Handy, aber kein Konto, und nutzen mobil Geldtransfersdienste wie M-Pesa. In China zahlen circa 70 % aller Kunden mit dem Telefon.

André M.Bajorat, Chef und Gründer der Fintech-Firma Figo, den ich vor einigen Wochen bei einem Vortrag kennenlernte, geht sogar soweit, dass sich künftig das Bezahlen als eigenständige Akt auflösen könnte und teil eines Prozesses wird. Auch ich kann mir das vorstellen.

„Bargeld ist heute nichts anderes als bedrucktes Papier oder geprägtes Metall – verbunden mit dem Versprechen, dass man etwas damit kaufen kann. Es besitzt keinen eigenen Wert“, heißt es im jüngsten Spiegel 4/2016 im Artikel „Eine Welt ohne Bargeld“. Wohl wahr.

P.S. Noch immer bin ich im bargeldlosen Modus. Ich bin gespannt, wann ich wieder die erste Münze anfassen werde. Eine Twittermeldung ist es wert.

Achter Tag – der Zusatztag

Eine große Auswahl beim E-Payment (Foto: Habbel)
Eine große Auswahl beim E-Payment (Foto: Habbel)

Die bargeldlose Woche geht zu Ende. Noch einmal habe ich Lebensmittel eingekauft und den Betrag von 26,06 Euro mit der Geldkarte bezahlt. Der Kassiererin ist das Verfahren bekannt. Sehr schnell geht der Zahlungsvorgang über die Bühne. Für den Einkauf erhalte ich fünf Treueherzen, steht auf dem Bon. Damit kann ich wenig anfangen. Irritierend ist allerdings die Rückseite des Bons. Hier steht, dass ich das umseitige genannte Unternehmen sowie dessen Dienstleister berechtige, den Betrag vom genannten Konto per Lastschrift einzuziehen. Das ist ja gerade beim Einsatz der Geldkarte nicht der Fall, denn die Transaktion erfolgt vom Chip direkt auf des Händlerkonto. Es ist kein Lastschriftverfahren. Unterschreiben muss ich ja auch nicht.  Es handelt sich offenbar um eine Standardrückseite des Bons.

Weiter kaufe ich mit der Geldkarte Fahrkarten am Automaten an der S-Bahn Lichterfelder-Ost. Das geht schneller als der Einwurf mehrerer Münzen. Es ist meine „Lieblings-Geldkartenanwendung“ geworden.

An einer Tankstelle einer gro0en deutschen Marke tanke ich am Abend für 11,12 Euro Diesel. Der Liter kostet 0,899 Euro. Ein inzwischen extrem niedriger Preis. Die Verbraucher freuen sich. Zusätzlich kaufe ich die neue Ausgabe der Zeit. Zusammen muss ich 15,82 Euro zahlen. Ich bleibe bewusst unter 20 Euro, denn ich möchte via girogo zahlen. Leider werde ich enttäuscht. Das Terminal weist beim berührungslosen Zahlen einen Systemfehler aus. Das versteht der Tankwart auch nicht. Wir machen drei Versuche und steigen dann auf die Geldkartenfunktion um, in dem wir die Karte in das Terminal stecken. Auch hier die gleiche Fehlermeldung. Das ist schade. Also zahle ich mit der Girocard. Das klappt wie immer problemlos.

Morgen schreibe ich das Fazit über meine bargeldlose Woche.

Siebter Tag

 

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Bin ich mit meiner bargeldlosen Woche zehn Jahre voraus? Mit Interesse lese ich gerade einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Der Deutsche-Bank-Chef Cryan spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos davon, dass es in zehn Jahren keinen Bedarf für Bargeld mehr geben werde. „Cash ist als Zahlungsmittel unglaublich ineffizient und teuer. Bargeld wird vollkommen dematerialisiert. Wir haben genug verlässliche Technologien, die seine Rolle übernehmen können“, sagt er.

Geldautomaten meide ich diese Woche. Es auch ohne Bargeld. (Foto: Habbel)
Geldautomaten meide ich diese Woche. Es geht auch ohne Bargeld. (Foto: Habbel)

Auch der siebte Tag beginnt mit Kaffee von der Tankstelle. Sie befindet sich direkt neben meinem Büro. Mit der MasterCard zahle ich berührungslos den Betrag von 1,85 Euro. Der Tankwart sagt mir, dass immer mehr Kunden berührungslos ihre Benzinrechnung mit einer Kreditkarte, die diese Technologie enthält, bezahlen. Über 25 Euro müssen sie allerdings die PIN-Number eingeben. Die Abrechnung von Kleinstbeträgen mit der berührungslosen Karte, wie gerade mein Kaffee, ist allerdings noch die Ausnahme.

Nicht funktionierende Akzeptanzstellen der Geldkarte

Es ist Mittagszeit. Neben einem Bioladen, in dem ich problemlos meine girocard  zum Bezahlen von 4,60 Euro einsetze, ist ein Blumengeschäft. Mit Freude sehe ich am Eingangsbereich das Zeichen der Geldkarte. „Dann kaufe ich doch spontan Blumen für zu Hause“, denke ich. Gesagt und fast getan. Beim Bezahlen zeige ich die Geldkarte der Verkäuferin. Die Blumenfrau schaut schon seltsam und siehe da, dass Gerät verweigert die Geldkarte. Ich sage ihr, das sei ärgerlich, denn im Eingangsbereich wird die Akzeptanz der Geldkarte angezeigt. Sie sagt, ich sei der einzige, der seit elf Jahren mit der Geldkarte Blumen kaufen möchte.  Das ist nun wirklich ernüchternd. Fast könnte man meinen, ich werde das Geld auf der Geldkarte nicht los. Die Blumen sind eingepackt, ich nehme sie mit und zahle mit der girocard und PIN Nummer. Das läuft wie immer problemlos.

Besuch im Bürgeramt

Die interessanteste Tagesinformation an diesem Donnerstag ist aber mein Besuch im Bürgeramt in der Bezirksverwaltung in Steglitz Zehlendorf. Mit der Terminvergabe hat der Berliner Senat ja in der Hauptstadt seine Probleme. Darüber schreibe ich heute aber nicht. Auch nicht, wie „freundlich“ die Räume aussehen. Ich nutze eine Zeitlücke zwischen zwei Bearbeitungsvorgängen und frage den Sachbearbeiter nach elektronischen Zahlungsystemen.

Bürgeramt Steglitz-Zehlendorf (Foto: Habbel)
Bürgeramt Steglitz-Zehlendorf (Foto: Habbel)

Mit Stolz sagt er mir, dass seit Herbst 2015 an jedem Arbeitsplatz im Bürgeramt bargeldlos mit der girocard die Verwaltungsgebühr gezahlt werden kann. Es gibt auch keine Mindestgebühr. Die Gebühr für eine Meldebescheinigung beträgt beispielsweise fünf Euro. „Gut fünfzig Prozent der Bürger, die Gebühren zahlen müssen, tun dies bargeldlos“, erzählt er mir. Bis zum Herbst 2015 hätten sie noch das Lastschriftverfahren bei der girocard eingesetzt. Jetzt habe man aber komplett auf das PIN Verfahren umgestellt. Beim Lastschriftverfahren muss man den Magnetstreifen durch das Gerät ziehen, dabei seien häufig Kontaktfehler aufgetreten. Dies sei der Grund gewesen, auf das PIN Verfahren umzusteigen. Ich bedanke mich für das nette Gespräch. Obwohl ich kein Anliegen, geschweige denn einen Termin hatte, konnte ich mich mit dem Sachbearbeiter unterhalten.

Kommunen und bargeldloses Zahlen

Die Initiative Deutsche Zahlungssysteme und der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben vergangenes Jahr das elektronische Bezahlen in Kommunalverwaltungen in einer repräsentativen Umfrage untersucht. Mehr als ein Drittel der Deutschen hat für eine Leistung in einer kommunalen Behörde am Schreibtisch des Sachbearbeiters oder an einem zentralen Kassengerät bereits bargeldlos bezahlt. Etwa um in einem Bürgeramt die Gebühren für das Ausstellen eines Ausweises zu begleichen. Derzeit sind Angebote zur bargeldlosen Zahlung von kommunalen Diensten in deutschen Großstädten deutlich häufiger verbreitet als in ländlichen Regionen (63 % um 44 %). Bargeldloses Zahlen hat für die Kommunen eine große Bedeutung. Die Prozesse und der Verwaltungsaufwand können dadurch vereinfacht und reduziert werden. Beispielsweise müssen Parkuhren nicht ständig geleert werden, wenn der Zahlvorgang elektronisch abgewickelt werden kann. Zahlungsströme gibt es in vielen Bereichen der Kommunen. Das trifft zum Beispiel auf Veranstaltungen oder auch Kantinenbetriebe in Schulen oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen zu.

Staat investiert in E-Payment

Auf das veränderte Zahlungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger haben Staat und Kommunen reagiert. Unter der Bezeichnung ePayBL haben Bund und Länder eine E-Payment Software entwickelt, die von öffentlichen Verwaltungen zur Vereinnahmung von Onlinezahlungen benutzt werden kann. Im Wesentlichen ging die Entwicklung vom Land Sachsen aus. Zwischen haben sich mehrere Bundesländer diesem Verfahren angeschlossen. Das gilt auch für Kommunen. Die Behörden sind an einem schnellen Geldeingang interessiert.

 

 

girogo-Citytour

Potsdam. Es ist schon dunkel. Dennoch fällt im Schein der Außenbeleuchtung der Sparkassen- Akademie der girogo City Bus auf. Zwei nette Damen begrüßen mich an der Tür zum Bus. Seit Juli vergangenen Jahres rollt er durch die Republik.

(Foto: Habbel)
(Foto: Habbel)

Innen finden sich Getränkeautomaten, eine Parkschranke, eine Waschmaschine sowie Kopierer führender Hersteller. Alle Exponate besitzen NFC-Bezahlmodule, an denen Besucher das kontaktlose Bezahlen und Aufladen ausprobieren können. Mit dem Bus will die Sparkassen-Finanzgruppe Kommunen, Behörden, Betreiber von Waschsalons oder Parkhäuser ansprechen und überzeugen. Der Bus fährt Städte und Regionen an und bleibt dort in aller Regel mehrere Tage. Händler vor Ort besuchen den Bus, um sich über neue Zahlungsmöglichkeiten zu informieren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sparkassen werden entsprechend geschult. Aber auch Bürgerinnen und Bürger informieren sich über das bargeldlose Zahlen. Hier geht es nicht um Vorträge oder Bilder, sondern um Objekte, die den Nutzen elektronischen Zahlens deutlich machen.

Herzlicher Empfang im Bus (Foto: Habbel)
Herzlicher Empfang im Bus (Foto: Habbel)

Mitten im Bus sticht der Getränkeautomat ins Auge. Ich halte die girogo kurz an die markierte Stelle, gebe die Produktnummer für die Getränkeflasche ein und alles ist erledigt. Sehr einfach ist es auch, die Waschmaschine mit der Geldkarte zu starten. Für Studentenwohnheime  ist das zum Beispiel eine gute Lösung. Ein anderer Automat macht es möglich, beispielsweise von einer girocard auf eine so genannte WhiteCard, sie kann zum Beispiel von einem Fußballverein herausgegeben werden, Geldbeträge zu buchen. Mit der Karte und dem aufgeladenen Betrag kann dann schnell und problemlos im Stadion an Getränkeständen bezahlt werden.

Der Bus ist eine gute Idee. „Das Interesse ist groß, nächste Woche geht es nach Mecklenburg-Vorpommern“, sagt sie mir zum Schluss und verabschiedet mich.

Sechster Tag

Gerade hat der sechste bargeldlose Tag für mich begonnen. Das Bargeld vermisse ich immer weniger. Von der girocard gibt es mehr als 100 Millionen. Eine davon setze ich ein.  Für die Fahrt in die Innenstadt nutze ich den ÖPNV. Die S-Bahn fährt pünktlich. An der Station Lichterfelde Ost aktiviere ich bei  der Touch & Travel App den Startbutton. Erzeugt wird ein elektronischer Fahrausweis mit einem QR-Code auf meinem Smartphone. Am Brandenburg Tor starte ich erneut die App und beende die Fahrt. Der Preis von 2,70 Euro wird angezeigt. Am Monatsende werden die Gesamtkosten automatisch vom Girokonto abgebucht. Das Verfahren ist sehr praktisch, ich muss keine Fahrkarten kaufen, brauche dafür weder Münzen noch Scheine oder Karten. Sollte ich die Abmeldung vergessen, kommt später eine Erinnerung. Dann hat sich allerdings leider der Fahrpreis erhöht, da das System von einer längeren Fahrt ausgeht. Notwendig ist immer ein An- und Abmelden.  Auch die zweite Fahrt vom Brandenburger Tor zum Hauptbahnhof mache ich über Touch & Travel. Im Foyer des Steigenberger-Hotels am Hbf treffe ich einen Gesprächspartner. Die Rechnung für den Tee bezahle ich mit der American Express. Diesmal muss ich den Beleg unterschreiben. Auch hier frage ich den Kellner nach dem Einsatz der PIN. Er antwortet: „Nur in zehn Prozent der Fälle verlangt das Terminal nach der PIN. In 90 Prozent der Fälle muss der Gast unterschreiben“.

Diese Dounts zahle ich ich berührungslos mit der girogo. (Foto: Habbel)
Diese Dounts zahle ich ich berührungslos mit der girogo. (Foto: Habbel)

Zum Mittagessen bin ich eingeladen. Die Fahrt ins Büro erfolgt wieder mit der S-Bahn und einer elektronischen Fahrkarte. Schnell kaufe ich vor der Abfahrt bei Dunkin‘ Donuts mit via girogo sechs Donuts ein für die Mitarbeiterinnen im Büro. Für die Verkäuferin ist  der Einsatz der berührungslosen Karte neu. Das Verfahren kennt sie nicht, sie findet es aber cool. Meine Mitarbeiterinnen staunen, ob der mitgebrachten Donuts.

Linienbus girogo zeigt vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Mit dem Auto fahre ich nach Potsdam. Dort steht der girogo-Bus vor der Sparkassenakademie. In dem Bus findet sich alles rund um das Thema girogo. Eine sehr engagierte Projektleiterin erklärt mit alle Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten. Eine tolle Idee, dieser Bus. Dazu morgen mehr. Zum Schluss gibt es wieder einen kurzen Restaurantbesuch. Die Zahlung erfolgt wieder mit der girocard, die ich am meisten in den letzten Tagen genutzt habe. Kreditkarten nimmt das Restaurant in Lichterfelde-West nicht. Wieder erfahre ich von der Kellnerin Interessantes. Sie macht die Erfahrung, dass im Laufe des Monats die Zahlungsvorgänge mit der girocard zunehmen. Am Monatsanfang ist der Umsatz mit der Karte noch verhalten, er steigt dann stetig an. Auf die Rechnung schlage ich das Trinkgeld auf, den Gesamtbetrag zahle ich mit der Karte und sie gibt dem Restaurantbesitzer bei der Abrechnung den ursprünglichen Rechnungsbetrag. So erhält sie ihr Trinkgeld.

 

 

 

 

Fünfter Tag

Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Sheraton Esplanade Hotel in Berlin. Verabredet bin ich mit einem Verleger. Da ich kein Zimmer im Hotel gebucht habe, bezahle ich das Frühstück am Eingang zum Restaurant. Der Kellner kennt die girocard nicht und holt seine Chefin, sie organisiert den Zahlungsvorgang.  Im Hotel beginnt heute die zweitägige OMNISECURE Konferenz. Dabei geht es auch um kartenbasierte Dienste. Ich spreche bei meinem Vortrag zwar über die Rolle des IT-Planungsrates, nutze aber die Gelegenheit, an dieser Stelle meine bargeldlose Woche vorzustellen. Die Teilnehmer finden das sehr interessant.  Kurz nach Mittag führe ich ein weiteres Gespräch in der Hotellobby. Den Kaffee übernehme ich und gebe beim Bezahlen der Bedienung die girocard und die Visa Card. Ich sage: „Sie können sich eine Karte aussuchen.“ Sie nimmt spontan die girocard und rechnet ab. Ich bestätige mit der PIN Nummer. Das Trinkgeld habe ich vergessen. Sie sagt, das hätte ich vorher sagen müssen, jetzt müsste ein neuer Buchungsvorgang durchgeführt werden.  Also lasse ich es. Die Parkgebühren für das Hotel zahle ich anschließend an der Rezeption mit der Kreditkarte.

Buchhandlung: Kein Einfluss auf Lastschriftverfahren oder PIN (Foto. Habbel)
Buchhandlung: Kein Einfluss auf Lastschriftverfahren oder PIN (Foto. Habbel)

Ein neues Buch steht an. In der Buchhandlung Hugendubel frage ich an der Kasse, ob ich mit der girocard mittels PIN bezahlen kann. Ich möchte kein Lastschriftverfahren.  „Leider habe ich hierauf keinen Einfluss“ sagt die Verkäuferin. Nach dem Einstecken der Karte definiert das Terminal eigenständig, ob ein Lastschriftverfahren oder eine PIN verlangt wird. Mal so mal so, die Kriterien dafür sind ihr nicht bekannt. Das möchte ich diesmal aber nicht und verzichte daher auf den Kauf.

Endlich kann ich wieder die Geldkarte einsetzen

In der U-Bahn Station Schlossstraße hole ich mit der Geldkarte am Automaten zwei S-Bahnkarten von der BVG. Blitzschnell läuft der Prozess ab, da ich keine PIN Nummer eingeben muss. Im Display wird mein Bestand auf der Geldkarte angezeigt. Auch so habe ich eine gute Kontrolle über den Betrag, den ich gerade abbuchen lasse.

Foto: Habbel
Foto: Habbel

Es ist nicht so einfach, mit der Geldkarte Geld auszugeben. Ein zweiter Versuch im Body Shop, mit der girogo bzw. Geldkarte zu bezahlen, scheitert wie in Osnabrück ebenfalls. Man sagt mir, die Abrechnungstechnologie sei veraltet, auf das neue System habe man noch nicht umgestellt, also versuche ich es mit der girocard. Das funktioniert. Im Gegensatz zum Body Shop in Osnabrück wird hier auch ein Betrag von 6,60 € akzeptiert. Vielleicht ist es der Großstadtbonus.

Wieder gibt es den Nachmittagstee bei Starbucks. Hier habe ich mit der bargeldlosen Zahlung schon Routine. Berührungslos zahle ich mit der MasterCard. Ich halte sie an das Gerät, und in Sekunden ist der Buchungsvorgang erledigt. Ein sehr praktisches Verfahren. Leider wird hier nicht die girogo als berührungsloses Verfahren eingesetzt. Den Parkvorgang für meinen Wagen wickle ich wieder über EasyPark ab. Der Betrag wird von meinem Girokonto abgebucht. Das Verfahren ist sehr attraktiv. Mit dem Smartphone buche ich mich ein und lege die Parkzeit fest. 15 Minuten vor Ablauf der Parkzeit erhalte ich eine SMS. Jederzeit kann ich von unterwegs die Parkzeit verlängern. Das mache ich auch jetzt. Seit dem ich das Verfahren einsetze, bekomme ich keine Knöllchen mehr.

Einkaufen mit der Edeka-App

In meinem Bezirk Berlin-Steglitz kann ich bei Reichelt mit der Edeka-App bezahlen. Kurz vor der Kasse starte ich die App. Gebe ein vierstellige PIN ein und erhalte mit dem Zufallsgenerator eine vierstellige Zahl. Diese vierstellige Zahl zeige ich auf dem Smartphone der Kassiererin. Nach dem sie die Produkte gescannt hat, gibt sie die Nummer in das Kassensystem. Damit ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. Sekunden später erhalte ich eine Mail, in der alle bezahlten Produkte aufgelistet sind. Es ist eine Art Kassenbon. Abgebucht wird der Betrag über mein Girokonto.

 

 

Vierter Tag

In Brüssel ist es einfacher. Gestern Abend waren wir zu dritt im Restaurant. Die Rechnung haben wir uns geteilt. Ich habe mit der Kreditkarte meinen Anteil bezahlt. Die beiden anderen Personen jeweils bar. Für die Bedienung war es kein Problem,  die Rechnung aufzuteilen.

Die Hotelrechung heute morgen zahle ich ebenfalls mit der Kreditkarte. Die berühmten Pralienen kaufe ich mit der Maestro Card. Und weiter geht’s.  Im netten Café nebenan wird die Karte für einen Kaffee mit 2,50 Euro belastet. Problemlos kann ich auch diesen Kleinbetrag bezahlen.

Mit Maestro schnell bezahlt (Foto: Habbel)
Mit Maestro schnell bezahlt (Foto: Habbel)

Die Taxifahrt zum Airport Brüssel klappt mit der Kreditkarte problemlos. Eine Zusatzgebühr für elektronisches Zahlen gibt es nicht. Am Gate 43 kaufe ich BrainFood. Den Kleinbetrag zahle ich mit Maestro. Flughäfen sind ein Eldorado für elektronisches Bezahlen. Alles geht, Internationalität macht es möglich. Das Bargeld vermisse ich überhaupt nicht.

Im Airport ist bargeldloses Zahlung fast der Standard (Foto: Habbel)
Im Airport ist bargeldloses Zahlen fast der Standard (Foto: Habbel)

Tee bezahlt in 10.000 Meter Höhe

Den Tee während des Fluges muss ich bezahlen. Angenommen werden allerdings nur Kreditkarten. Die Transaktion findet offline im Gerät statt, da keine Onlineverbindung in 10.000 m Höhe besteht. Ich trinke meinen Tee irgendwo über Magdeburg im Anflug auf Tegel.

Selbst im Flugzeug ist Kartenzahlung möglich (Foto: Habbel)
Selbst im Flugzeug ist Kartenzahlung möglich (Foto: Habbel)

Die Taxifahrt vom Flughafen Tegel nach Hause ist die letzte Aktion an diesem Tag.  Berliner Taxifahrer sind inzwischen verpflichtet, Karten anzunehmen. Leider gibt es aber immer noch Ausnahmen.  Meine Fahrt kostet 40,90  Euro. Ich erhöhe auf 44 Euro und zahle mit der girocard.

Der Taxifahrer setzt das Verfahren von iZettle ein. Angezeigt wird auf einem kleinen Display der Betrag und der Kartenhinweis Maestro. Dank eines modernen Lesegerätes ist der Vorgang schnell abgeschlossen. Ob hier die obligatorische Zusatzgebühr von 1,50 Euro erhoben wird, weis ich nicht. Verbraucher sehen sich derzeit bei elektronischen BezahlvorgIzettleängen mit Kredit- oder Debitierten (z.B. die girocard) häufig mit Extrazuschlägen konfrontiert, die ihnen zum Beispiel auch im Einzel- und Versandhandel, von Hotelketten oder Fluggesellschaften zusätzlich zum ausgeschriebenen  Preis in Rechnung gestellt werden können. Ab Herbst 2017 ist damit allerdings Schluss, die neue EU-Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) beendet diese Praxis des “ Surcharging“. Die aktuelle Version der Richtlinie wurde im Oktober 2015 durch das EU-Parlament verabschiedet und wird nach Zustimmung des EU-Ministerrats in zwei Jahren, voraussichtlich ab Herbst 2017, verbindlich in Kraft treten. Ziel ist es, eine gute Basis für moderne, effiziente und kostengünstige Zahlungsdienste zu schaffen und einen besseren Schutz für europäische Verbraucher und Unternehmen zu erreichen.

Dritter Tag

So ganz einfach ist der Einsatz der girocard nicht. Gerade will ich mir im Zeitungsladen am Hauptbahnhof Osnabrück die Welt am Sonntag kaufen. Leider wird die Karte erst ab 5 Euro angenommen. Auf dem Aushang der akzeptierten Karten steht das aber leider nicht. Ich verzichte auf die Zeitung. Im ICE in Köln bekomme ich sie vermutlich kostenlos.

Das nur Beträge ab fünf Euro akzeptiert werden, steht hier leider nicht. (Foto: Habbel)
Das nur Beträge ab fünf Euro akzeptiert werden, steht hier leider nicht. (Foto: Habbel)

Dafür klappt im Zug die Bezahlung des Tees mit der Amex. Ich muss allerdings den Beleg unterschreiben. Eine PIN-Eingabe wir nicht akzeptiert. Auch die girocard kann ich nicht einsetzen. Aber das hatten wir ja schon im Zug am vergangenen Freitag. Warum die Deutsche Bahn die girocard nicht akzeptiert erschließt sich mir nicht. Auch im ICE von Köln nach Brüssel das gleiche Ergebnis. Auch hier muss die Kreditkarte her. Am Umsteigebahnhof Brüssel-Nord will jemand eine Spende haben. Das klappt natürlich nicht.

Metro-Ticket in Brüssel, gezahlt mit Maestro (Foto: Habbel)
Metro-Ticket in Brüssel, gezahlt mit Maestro (Foto: Habbel)

Dafür zahle ich die Metro in Brüssel mit der Maestro am Automaten. Das Hotel will an der Rezeption meine Kreditkarte als Sicherheit haben. Nur einmal konnte ich in den ersten drei Tagen die girogo einsetzen. Das ist nicht viel. In Belgien kann nicht damit bezahlen.

Die ersten drei Tage sind gut überstanden. Das Bargeld habe ich nicht vermisst.